Trainer

Vita

1987-1996 wettkampforientierter Budosport
• JC66 Bottrop – Judo
• PSV Bottrop – Karate
seit 2006 Aikido (verschiedene Stilrichtungen) 
2013 Wechsel zum Dento Iwama Ryu Aikido
seit 2013 Aufenthalte in Iwama im Tanrenkan als Uchi Deshi
2016 Prüfung zum 2.Dan in Iwama

Persönliche Entwicklung und innere Haltung

Entsprechend der eigenen Entwicklung gibt man seinem Leben zu verschiedenen Zeiten verschiedene Inhalte.

Während ich mich in der Kindheit und Jugend entwicklungsgerecht eher in den Inhalten wettkampforientierter Budosportarten ausprobierte, entstand im Jahr 2006 eine erste Verbindung zum Aikido.

Die Techniken dieser Kampfkunst begeisterten mich, allerdings beschränkte sich dieser Verein auf die Verbandstätigkeit und Ausbildung der Lehrer innerhalb Deutschlands.
Die Auseinandersetzung mit den Inhalten der Budo-Lehren und ausgewählter Zen Literatur ermöglichte mir einen differenzierteren Zugang zu weiteren typischen Inhalten japanischer Kampfkünste .
Die Beschäftigung mit dem Ursprung des Aikidos und dessen Weiterentwicklung, sowie die Beschäftigung mit der Biografie des Begründers, sensibilisierte mich für den „Spirit“, den „Geist“, welchen der Begründer selbst mit dieser Kampfkunst in Verbindung bringen wollte.
Dies führte mich dazu mein Training innerhalb eines Verbandes weiterzuführen, welcher Kontakte und Austausch nach Japan pflegte.
Nach differenzierter Betrachtung der Entwicklung der Verbandsstrukturen in Japan fehlte mir jedoch hier die Integration eines Waffentrainings, wie es der Begründer auch vorgesehen hatte.

Dento Iwama Ryu Aikido

Die wichtigste Basis vor meinem Wechsel zum Dento Iwama Ryu Aikido baute ich bei meinem damaligen Lehrer R. Oschmann 7. Dan Takemusu Aikido im 1. Aikido Club Castrop Rauxel auf. Dieser war der Schule von Morihiro Saito Sensei gefolgt. Die stetige schonungslose Kritik meines Lehrers und der Schüler untereinander machte mich kritikfähiger und ließ mich fokussierter werden. Die Kombination aus hoher Einsatzbereitschaft, grundlegender Wertschätzung seinen Schülern gegenüber und pedantischer Genauigkeit kennzeichnen sein Training.
Bis heute fühle ich mich zu tiefem Dank verpflichtet.

Auf Seminaren lernte ich dann Schüler von Hitohira Saito Sensei, Sohn des Morihiro Saito Sensei kennen. Hitohira Saito Sensei, entwickelt genau wie sein Vater und der Begründer selbst die Techniken, im Sinne einer Qualitätssicherung, stetig weiter.
Das Wahren elementarer Bestandteile und das Integrieren neuer Elemente aufgrund persönlicher Erfahrungen ist ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Entwicklungsgeschichte und meiner inneren Haltung.

Das Alte stirb ohne die Verbindung zum Neuen – das Neue hat keine Zukunft ohne die Verbindung zum Alten.

Seither folge ich der Schule von Hitohira Saito Sensei. Meine Aufenthalte in Iwama, Japan führten dazu die Entwicklung besser zu verstehen. Die heutige Umsetzung steigert die Effizienz vieler Techniken. Die Tatsache das Training direkt vom Hauptlehrer (Kaicho) zu erhalten schließt „Übersetzungsfehler“ völlig aus. Die Korrektur findet durch ihn selbst statt.
Heute empfinde ich es als Glück, dass Sensei während meines ersten Aufenthaltes als Innerer Schüler (Uchi-Deshi) in Iwama eine förderungsfähige Basis bei mir erkannt hat und seine Zeit in die Korrektur meiner Techniken investierte.

Iwama Aufenthalt 2017
v.l.: Hitohira Saito Sensei, Robin Thelen

Hier entstand ein weiterer wichtiger Baustein meiner heutigen inneren Haltung. Das zermürbende und häufig von Misserfolgen geprägten Training brachte mich phasenweise auch körperlich an meine Grenzen. Als mein Freund und Lehrer Volker Hochwald, 5. Dan Dento Iwama Ryu und Ranghöchster des ISSASK in Deutschland, meine Selbstzweifel wahrnahm eröffnete er mir den Blickwinkel, dass die Korrekturen durch Sensei als Lob zu werten sind, da er dort korrigiert, wo er Potential sähe. Volker Hochwald hatte meine Vorbereitung auf die Teilnahme am Dento Iwama Ryu als Ushi-Deshi im Tanrekan übernommen. Da er selbst viele Aufenthalte in Iwama hinter sich hat, wusste er, in welcher Form auf meine Takemusu-Basis aufgebaut werden musste. Eine hohe Identifikation mit den Inhalten des Dento Iwama Ryu Aikido, gleichberechtigter Respekt, Präzision, Motivation zur Annahme von Herausforderungen und körperliche Fitness prägen sein Training. Bemerkenswert finde ich persönlich, dass er sich selbst stetig fordert und sich bis heute als Schüler und Lernender versteht. Während eines späteren Aufenthaltes 2016 dann, legte ich die Prüfung zum 2. Dan vor Hitohira Saito Sensei ab. 

Prüfung zum 2. Dan (Dento Iwama Ryu Aikido) 2016 in Iwama
v.l.: Robin Thelen, Hitohira Saito Sensei, Wake Sensei Morihiro Saito